Georgien ist für viele Deutsche sicherlich ein exotisches Reiseland, und nur wenige Deutsche kommen auf die Idee dort ihren Urlaub zu verbringen – zu unrecht wie ich finde. Sicher ist Georgien kein reiches Land, und ggf. muss man sich bei einigen Dingen vielleicht etwas umstellen. Sie werden sicherlich nicht an jeder Ecke ein Schnitzel und deutsches Bier bekommen. Die Georgische Küche ist aber hervoragend und bietet vieles zu entdecken. Die sensational schönen Landschaften und die Gastfreundlichkeit der Menschen lassen sicherlich auch kleine Widrigkeiten vergessen. Übrigens, die Regierung von Georgien hat für Deutschland und viele andere Länder die Visumspflicht abgeschafft. Sie müssen nur Ihren Pass für einen Stempel bei Ein- und Ausreise mitnehmen.
Die Gastfreundschaft ist sprichwörtlich, man wird sehr herzlich eingeladen und ist als Gast der Mittelpunkt, um den sich alles dreht. Man bekommt in Trinksprüchen die guten Wünsche der Gastgeber und weiteren Gäste. Wir waren zu vielen Ausflügen eingeladen und wo immer wir hinkamen hat man uns zu Essen und Trinken angeboten. Wir haben es bei einem Besuch sogar erlebt, dass der Gastgeber zu unseren Ehren ein Schaaf geschlachtet hat.
Mein Flug von Köln nach Tiflis war nachts. Als ich durch die Passkontrolle war und mein Gepäck vom Fliessband geholt hatte, war es kurz vor 4 Uhr morgens. Ich wurde herzlich am Flughafen empfangen und gleich gings mit dem Auto weiter zum Haus meiner Schwiegereltern in Kachetien. Meine Müdigkeit war dann weiterestgehend verpflogen, was auch ganz gut war, denn den ganzen Tag über sind Gäste gekommen, die mich begrüßen wollten und auch ein Glas Wein mit mir trinken wollten.
Transportmit dem Flugzeug: Mit dem Flugzeit sind wir angekommen. Es gibt meines Wissens nach zwei Möglichkeiten von Deutschland mittels Direktflug nach Georgien zu kommen. Die erste ist mit Germania Express aktuell von Köln aus, die andere ist mit Georgian Airways von Frankfurt aus. Etwas günstiger geht es eventuell noch mit airBaltic, wenn man bereit ist in Riga umzusteigen. Wir sind mit Germania geflogen, der Flug dauert jeweils ungefähr 4 Stunden. Wer noch günstige Flugmöglichkeiten kennt, möge mir gerne eine E-mail schicken, es ist wie gesagt nicht mein letzter Besuch in Georgien gewesen. | |||||||||||
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mit dem Auto: Ich durften den Wolga vom meinem Schwager Nugzar fahren. Diese Auto ist 20 Jahre alt und hatte sicher schon mal bessere Zeiten gesehen. Dieser „Mercedes des Ostens“ bietet eine Menge Platz. Der riesige Kofferraum wurde zugunsten dreier grosser Gasflaschen reduziert. In Georgien liegt Autogas groß im Trend, es gibt eine grosse Anzahl von Umbauten und ein ganz stattliches Netz an Autogas Tankstellen. Auch viele LKWs fahren mit Autogas, diese haben dann oft acht oder mehr große Gasflaschen zur Speicherung dieses Treibstoffes. Auf dem Land bestehen einige Straßen aus mehr Schlaglöchern als Asphalt. Mit den riesigen Blattfedern des Wolgas schüttelt es einen noch mehr durch. Diese Federung ist aber sehr langlebig, hier hat ein Auto aus dem Wesen sicherlich schnell neue Dämpfer nötig. Die Lenkung des Autos ist sehr indirekt und unter dem Autogas Betrieb des Wagens ist auch keine gute Beschleunigung möglich. Aber wer hier Fahrvergnügen oder Freude am Fahren erwartet, hat vielleicht auch die falsche Einstellung. Denken Sie eher an ein Nutzfahrzeug in dem man zufällig neben dem Fahrer noch 6 weitere Passagiere mitnehmen kann – ich gebe zu, zu siebt wird’s ziemlich eng. Neben vielen Autos, bei denen die durch die harten Betriebsbedingungen Spuren hinterlassen haben, sieht man auch manchmal wunderschöne alte Autos wie den anderen Wolga auf anderen drei Bildern. Dieses Auto hat eine Reihe von sehr schönen, liebevoll gemachten Details. Vor den Schlössern aussen, gibt es kleine Klappen, die das Eindringen von Feuchtigkeit im Winter reduzieren sollten. Die Georgier scheinen Sicherheitsgute zu hassen. Obwohl es sicher sinnvoll ist, die anzulegen, wirkt nicht mal, dass es jetzt bestraft wird, ohne zu fahren. In vielen Autos, auch Minibussen ist der Beckengurt durchgeschnitten und der Schultergurt wird locker drüber gelegt, wenn die Polizei in der Gegend öfter kontrolliert. |
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mit dem Minibus: Seit geraumer Zeit für viele ein Hauptverkehrmittel. Diese Bussen sind meisst vom Typ Ford Transit und sind für den Personentransport umgebaut. Einen Fahrplan und Haltestellen gibt es nicht. Sie stellen sich einfach an eine Hauptverkehrstrasse und halten die Hand raus, wenn Sie anhand des Schildes sehen, dass der Bus in die richtige Richtung fährt. Wenn noch ein Platz frei ist, hält der Fahrer. Falls nicht, müssen sie auf den nächsten warten. Es gibt hier eine gute Frequenz und tagsüber kommt man gut weg. Nachts warten Sie aber wahrscheinlich vergebens. |
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mit dem Bus: Von Kutaisi nach Tiflis sind wir mit einem grossen Bus gefahren. Wenn man aus dem Fenster schaut, und nicht auf den Monitor, auf dem ein Film läuft, sieht man wundervolle Landschaft an sich vorbeiziehen. |
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mit der Bahn: Es geht billig und bequem oder noch billiger und unbequem. Wir sind von Tiflis nach Batumi mit der Bahn gefahren für 10 Lari (~ 4.50 €) pro Nase. Dafür gibt es sehr bequeme Sitze, der Zug ist tip-top sauber und es wurden auch Filme über einen Monitor gezeigt. Neben zwei georischen Heimatfilmen liefen noch zweimal der Film Taxi (einmal die französische Fassung und einmal ein Remake, dass offensichtlich für den amerikanischen Markt gedreht wurde) und am Ende waren noch ein paar Musik Videoclips. Die rund 400 km lange Reise hat 6 Stunden gedauert. Einen Teil des Rückweges (ca. die Hälfte bis Kutaisi) sind wir für 4.90 Lari gefahren. Das war der Preis für 2 Personen. Dafür saß man aber auf Holz und der Zug war nicht sauber. Leider habe ich vom ersten Zug kein Foto gemacht, hätte gerne den Kontrast gezeigt. |
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mit der Metro: In Tiflis gibt es eine Metro. Man kann für 20 Tetri (0.20 Lari, ca. 0.09 €) kreuz und quer durch die Stadt fahren. Die Metro ist modern, ganz schön flott und sauber. |
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mit der Seilbahn: In Kutaisi sind wir mit der Seilbahn zu einem Vergnügungspark auf einen Berg raufgefahren. Es gibt eine Reihe von Karussels und wir haben mit dem Riesenrad einen sehr schönen Blick auf die Stadt gehabt. Noch schöner wäre es sicher gewesen, wenn es nicht dunstig gewesen wäre. |
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mit dem Schiff: In Batumi haben wir eine kleine Rundfahrt mit einem Schiff gemacht. Am späten Nachmittag ging's los. Das Schiff fährt nur, wenn genügend Passagiere zusammen kommen. In der Nachsaison ist das scheinbar nicht selbstverständlich. |
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KlimaIch wurde schon mehrfach gefragt, Du fliegst nach Georgien - ist es da nicht kalt? - Es war überhaupt nicht kalt, ganz im Gegenteil. Wir hatten bis zu 42 Grad Celsius im Schatten. Das war allerdings für Georgien auch ein vergleichsweise heisser Sommer. So ist dann auch das Foto rechts entstanden. Nein, Uri Geller hat bei uns nicht vorbei geschaut und der verbiegt ja auch eher Löffel. Unser Zimmer hat sich so aufgeheizt, dass sich die Kerzen auf der Kommode verbogen haben. Allgemein reicht das Klima in Georgien vom subtropisch feucht im Westen bis trocken-gemäßigtem Kontinentalklima im Osten. |
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NaturEs ist wundervoll grün in Georgien, dank der unterschiedlichen Klimazonen gibt es eine grosse Artenvielfalt bei Flora und Fauna. Der WWF zählt Georgien zu den 238 wichtigsten Ökoregionen der Welt. 44% des Landes sind mit Wald bedeckt. In Wikipedia finden Sie ein paar weitere Zahlen und Fakten, die aber sicher nicht das Erlebnis wiedergeben können, dass man hat, wenn man dort in der Natur unterwegs ist. Auf dem zweiten Bild sehen Sie ein Panorama aufgenommen vom Balkon des Hauses meiner Schwiegereltern. |
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Essen und TrinkenDas Essen kann ich einfach nur loben. Im Gegensatz zu meinem ersten Besuch vor 4 Jahren wusste ich, was ich zu essen bekam und konnte auch selbst Wünsche äussern. Etwas anders als bei uns, bekommt man nicht einen Teller auf dem alles drauf ist, sondern man hat häufig eine Auswahl an Speisen die auf dem Tisch stehen, von denen man sich bedient. Die Mahlzeiten sind manchmal etwas ausgedehnter und können auch schon mal mehrere Stunden dauern. Wenn auch etwas getrunken wird, gibt es praktisch immer einen Tamada (Tischvorstand), der für die Stimmung verantwortlich ist, und der die verschiedenen traditionellen Trinksprüche bringt. Üblicherweise wird auf die Eltern, die Vorfahren, die Kinder, das Land, die Religion getrunken. Ein weiterer Trinkspruch ist für den Frieden und selbstverständlich wird auch auf die Gäste getrunken. Bei jedem Trinksprüch wird das Glas in einem Zug geleert und teilweise wird aus Hörnern oder Tonschalen getrunken. Wenn Sie etwas Glück haben, so wird auch an der Tafel gesungen. Überhaupt sind die Georgier oft sehr musikalisch, in vielen Häusern finden sie ein Klavier oder es sind andere Instrumente griffbereit. Gerichte, bzw. Grundnahrungsmittel, die immer wieder auftauchen sind
Georgien hat hervoragende Weine. In den ländlichen Regionen machen viele Menschen ihren eigenen Wein, und zum Beispiel der vom meinem Schwiegervater ist einfach klasse. Es gibt einige größere Marken, die Sie auch in Deutschland ggf. in russischen Geschäften oder im Versandhandel bekommen können. Das Bier ist auch spitze, der Alkoholgehalt allerdings deutlich höher als bei uns in Deutschland und teilweise sind auch die Verpackungsgrößen andere. Das Bier Marke Natakhtari (12% Alkohol) gibt es in 2-Liter-Flaschen, also sozusagen ein Six-Pack in einer Flasche. Sollte es Ihnen wie mir gehen, und diese Menge reicht Ihnen für mehr als einen Rausch, diese Flaschen haben immerhin einen Schraubverschluss. Bei den Limonaden sollten Sie ruhig einmal die einheimischen Produkte probieren. Es gibt da diverse Geschmacksrichtungen, die ich typischerweise nicht bei uns im Supermarkt sehe, wie z.B. Birne. Das Mineralwasser ist vielleicht ein klein wenig gewöhnungsbedürftig, zumal es oft leicht salzig schmeckt. Das trifft jedenfalls für die beiden größen Marken Borjormi und Nabeghlavi zu. Das Mineralwasser ist praktisch ein Heilwasser, Informationen zu Nabeghlavi finden Sie unter der Domaine www.healthywater.de. Man trifft auch in vielen Orten Brunnen an, mit denen sauberes, und qualitativ hochwertiges Trinkwasser gewonnen wird. Haben Sie jetzt Hunger und Durst bekommen? Wenn Sie mögen, können Sie auch georgisch kochen und den herlichen georgischen Wein geniessen. Bei Gourmantis können Sie das Nötige einkaufen, angefangen vom Kochbuch, über Gewürze, Adjikas, Soßen bis zum Wein. Darüber hinaus finden Sie dort auch Honig, Konfitüren und Tee. |
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Sehenswürdigkeiten & Erholung |
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Kachetien: In diesem Landesteil habe ich die meiste Zeit meines Urlaubs verbracht, genauer gesagt in dem Dorf Mukuzani, welches einen recht guten Wein hervorgebracht hat. Der Weinanbau hat in Georgien eine über 7000 Jahre alte Tradition. In Kachetien baut praktisch jeder Wein an und fast jede Familie hat für sich im Keller 200 bis 300 Liter Wein. Neben den Fässern, die es bei uns gibt, werden auch große Tonkrüge benutzt, die in die Erde eingegraben werden. Die Hauptstadt ist von Kachetien Telavi. Rechts sehen Sie einen Blick auf die Stadt vorbei an der Statue des ehemaligen Königs Erekle II. Ein anderes Foto zeigt diese Statue von vorn. Zu den vielen besonderen Orten gehört die Quelle der heiligen Nino, dort erhoffen sich viele Leute Heilung von Ihren Krankheiten. Neben der Möglichkeit sich von dem Wasser etwas abzufüllen, kann man dort auch in diesem Wasser baden. Das nächste Bild zeigt die Akademie Ikalto. Es ist sozusagen die mittelalterliche Version einer Universität. Dort wurde Astronomie, Mathematik, Rhetorik und vieles andere gelehrt. Hier hatte Schota Rustaweli studiert, dessen Dichtung "Der Recke im Tigerfell" ihn zu einem der bekanntesten Literaten des Mittelalters machte. Auf dem Bild sieht man eine Kirche, es gibt hier praktisch immer eine starke Verbindung zur Religion. Die nächsten drei Bilder zeigen die Kathedrale Alaverdi. Hier musste ich mit meinem Schwager Nugzar die Hose tauschen, damit die Kathedrale von innen sehen konnte. Wenn Sie in Georgien in die Kirche gehen wollen, sollten Sie als Mann eine lange Hose tragen, als Frau benötigen Sie ein Kopftuch. Bis zum Bau von Sameba in Tiflis war dies Georgiens größte Kirche. Der Turm von Alaverdi ist von Vögeln umringt und sie scheinen dort auch zu nisten. Eine weitere Kirche, die ich gesehen habe, war Tetri Giorgi (Weisser Giorgi). Der heilige Giorgi wird sehr oft dargestellt, wie er vom Pferd aus, mit einem Speer einen Drachen tötet. An einer Aussenwand des der Kirche sieht man das auch. Überraschenderweise hatte ich schonmal eine Darstellung an einer Wand eines Wohnhauses in Trier gefunden, mir war es damals primär wegen der georgischen Schrift aufgefallen. Auf andere Darstellung dieses Themas sieht man auch den römischen Kaiser Dioklitian statt des Drachen. Zu meiner großen Überraschung konnte ich mich mit dem Pater in der Kirche auf Deutsch unterhalten. |
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Tiflis: Leider habe ich hier nur ein neues Foto (Fernsehturm) machen können. Wir hatten dort leider nicht genügend Zeit und teilweise hat es auch geregnet. In den letzten vier Jahren hat sich viel geändert: viele alte Fassaden wurden renoviert, es wurde neues gebaut, es kamen Brunnen hinzu und nachts ist die Stadt einfach ein Traum. Die Denkmäler, Kirchen und Narikala Festung sind erleuchtet. Tiflis ist heute eine moderne Metropole, mit einer wundervollen Altstadt. Für weitere Fotos kann derzeit leider nur auf meine alten Bilder verweisen. Obwohl es hier nicht hinpasst, füge ich es an dieser Stelle hinzu - die Burg Kakabeti rechts ist uns mehrfach auf dem Weg nach Tiflis aufgefallen. Sie liegt in der Nähe eines Dorfes namens "Didi Chailuri". Hmm, manchmal ist kleiner wohl größer: mich irritiert meine Landkarte von Georgien etwas, hier finde ich lediglich "Patara Chailuri" (= Klein Chailuri). Groß Chailuri (didi = groß) ist vielleicht kleiner als Klein Chailuri?!? Fahren Sie von Telavi nach Tiflis, sehen Sie vielleicht einer der wenigen Fahrradfahrer Georgiens. Der Mann ist wohl schon eine kleine Berühmtheit, er sammelt auf dem langen Weg die Pfandflaschen, die die Leute wegschmeissen. Ich habe das selbst gesehen, wie dieser Radler mit je rechts und links mindestens drei prall gefüllte Plastiktüten mit Flaschen unterwegs war. Leider hatte ich zu dem Zeitpunkt im Minibus keine Kamera zur Hand. |
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Batumi: Diese Stadt am Schwarzen Meer soll diesen Sommer 50.000 Touristen gebabt haben. Wir sind gewissermassen in der Nachsaison dagewesen. Es war nicht mehr überlaufen, aber das Schwarze mehr war noch herrlich warm. Unser Strand war mehr ein Kiesstrand. Für mich war das erstmal etwas gewöhnungsbedürftig, dass die Wellen im Wasser kleine Steine klackern lassen. Die Strandpromenade ist wunderschön mit Palmen gestaltet und nachts beleuchtet. In einem Café am Strand haben wir den Abend ausklingen lassen. Etwas später sind wir auch noch mit dem Riesenrad gefahren, es gibt eines direkt am Strand. Dieses ist sogar kostenlos gewesen, dementsprechend gab es auch etwas Gedrängel. In der Nähe von Batumi findet man noch andere schöne Orte mit herrlichen Stränden. Mir scheint es fast, als wären die Berge in Georgien allgegenwärtig. Die sieht man auch von Batumi aus. Was mich etwas irritiert hat, mitten auf der Strasse liegt ein alter, kaputter Düsenjäger. Am Strand von Batumi habe ich den bislang schönsten Sonnenuntergang meines Lebens gehabt, das Bild gibt dies sicher nur unzureichend wieder. Ein paar Kilometer von Batumi haben wir Gonio besucht, hier steht die Burg der Königin Tamar (1160-1213). Innerhalb der Mauern ist eine kleine Plantage. Unser Fahrer hat uns noch ein Stück weiter gefahren. Wir kamen an Klippen vorbei uns nach wenigen Kilometern standen wir vor der türkischen Grenze und konnten herüber schauen. Die Moschee ist bereits auf türkischer Seite. |
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Kutaisi und Umgebung: Wir waren hier eingeladen und unser Gastgeber hat uns die Sehenswürdigkeiten der Umgebung gezeigt. In Kutaisi können Sie die Ruine der Bagrati Kathedrale besichtigen. Sie wurde von König Bagrat III. im Jahr 1003 erbaut und vom türkischen Sultan im Jahr 1696 zerstört. Die Fassaden wurde restauriert und heute steht die Babrati Kathedrale auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Nicht weit von Kutaisi finden Sie die Akademie Gelati. Selbstverständlich gehört auch hier eine Kirche dazu. Der Name von Gelati ist eng verbunden mit Davit dem Erbauer (Tronbesteigung 1089), dessen Grab (siehe Grabstein mit Altgeorgischer Schrift) sich auch dort befindet. Im Inneren der Kirche sind farbenfrohe Darstellungen, unter anderem auch eine die Davit als den Erbauer von Gelati ehrt, auf dieser Darstellung hält er Gelati in der Hand. Der Fluss Rioni ist an einer Stelle rot gefärbt. Laut einer alten Legende wollte der arabische Fürst Murwan der Taube Georgien erobern. Der Beiname "der Taube" kommt daher, weil der ohne Mitleid niemandes Bitten oder Flehen Gehör schenkte. Das Heer der Brüder Davit und Konstantin lieferte erbitterten Widerstand, beide wurden aber gefangen. Murwan versuchte sie auf seine Seite zu ziehen und zur Annahme seines Glaubens zu bewegen, die Brüder weigerten sich jedoch. Nach schwerer Folter wurden sie dann mit schweren Steinen um den Hals in den Rioni gestürzt. Seite dem Ist der Fluss an dieser Stelle rot. Es gibt dort auch die kleine Wallfahrtskirche Mozameta. Das Bild neben dem Blick auf den Rioni zeigt eine Ikone mit Davit und Konstantin. |
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HeiratenStandesamtlich hatten ich und Natia bereits vor einem Jahr geheiratet. Eine kirchliche Hochzeit wollten wir gerne in Georgien nachholen und mit Natias Eltern und Verwandten und Freunden nachfeiern. Wir haben uns für eine traditionelle Feier entschieden, was unter anderem bedeutet, dass man mit vielen Gästen zu Hause feiert. Es gibt in dem Land viele besondere Kirchen, dass habe ich schon oben erwähnt. Wir hatten uns für die Kathedrale Sameba in Tiflis entschieden. Leider haben wir kein eigenes Foto von der Aussenfassade. Die imposante Erscheinung wir noch unterstrichen durch einen grossen Kirchhof, Mauern und weitere Bauten. Anders als vielleicht bei uns, bringt nicht der Brautvater sondern der Bräutigam direkt die Braut vor den Altar. Beide stehen dann praktisch in der Mitte der Kirche, mit gewissem Abstand umringt von den Gästen. Die Trauungszeremonie beiinhaltet eine Krönung. An dem Tag waren wir König und Königin. Zuvor haben wir unsere Ringe abgegeben, um dieses segnen zu lassen. Der Pater hat uns drei Schlucke Wein aus einem Kelch gegeben. Für uns war es eine kleine Überraschung, dass dieser gesegnete Wein ziemlich sauer war. Mit der Krone, die dann über unseren Köpfen gehalten wurde, sind wir dreimal um den Altar gegangen. Danach hat uns der Pater gratuliert, uns viel Glück und viele Kinder gewünscht. Bei meinen Schwiegereltern angekommen hat ein Chor angefangen zu singen, Natia und ich haben nach die dort üblichen Brauch einen Teller mit einem Tritt zerbrochen und erst einmal im Hof getanzt. Nach der Tradition hätte ich beim Tanz meiner Braut Geld zustecken sollen. Leider haben wir nicht rechtzeitig daran gedacht und es kam nicht dazu. Neben dem bereits erwähnten Chor, der auch für uns ein Lied auf deutsch gesungen hat, kamen noch einige Musikanten. Unser Tamada brachte eine grosse Zahl von Trinksprüchen. Die gute Stimmung hielt bis zum späten Ende der Party. Es wurde viel getanzt und ich war hier ein begehrte Tanzpartner, wobei man in Georgien viel traditionell tanzt und ich mich versucht habe dem anzupassen. Ich habe da sogar Komplimente geerntet. Etwas später hat sich der Charakter der Party mit der Musik (z.B. auch Rock'n'Roll) verändert. In Georgien dauert eine Hochzeitsfeier auch schon mal zwei oder drei Tage. In unserem Fall haben wir am zweiten Tag mit den engen Verwandten weiter gefeiert. Die zweite Hälfte des Tages war dann gekennzeichnet vom vielen Abschied nehmen, oft in Verbindung mit einem Hupkonzert. |
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Mitbringsel / SouveniereMitbringen wollten wir eine ganze Menge, leider mussten wir einige Dinge zurücklassen. Aufgrund von veränderten Sicherheitsbestimmungen durften wir keine Flüssigkeiten im Handgepäck mitnehmen. Das haben wir erst erfahren, als wir unser Gepäck am Flughafen aufgegeben haben. Ade Du köstlicher Wein, auch Tschüss Zahnpaste, Rasierwasser etc. Mit im Gepäck hatten wir eine wunscherschöne Ikone und eine schöne alte Kamera Marke "Kiev", die mir mein Schwiegervater geschenkt hat. Er hat meine Leidenschaft für die Fotographie geteilt. Nachdem ich jetzt einige Jahre digital fotographiere, freue ich mich aber sehr darauf mit einer mechanischen Kamera und richtigem Filmmaterial zu arbeiten. Sie hat recht viele Einstellmöglichkeiten. Die Marke Kiev hat in Deutschland auch einige Fans, am beliebtesten und bekanntesten sind wohl die Mittelformat (6x6 cm Negative) Kameras, die wohl der günstigste Einstieg in dieses Format sind. |
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Abschliessende Worte, LinksDieser Reisebericht ist sicher nicht vollständig und die Fotos nur eine kleine Auswahl aus den 500 Bildern, die in rund dreieinhalb Wochen zustande gekommen sind. Sollten Sie sich für Georgien interessieren, gebe ich Ihnen ein paar Links (Seiten in deutscher Sprache) mit:
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